Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress
Das Münsterlinger Modell im Klinikalltag - Erfahrungen und Evidenz aus dem therapeutischen Setting
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Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache
Das Münsterlinger Modell bedeutet in seiner Umsetzung einen grundlegenden Wandel in der Suchttherapie hin zu einer individualisierten, weniger restriktiven Behandlung. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Konsumkompetenz: Patient:innen lernen, ihren Substanzkonsum reflektiert und eigenverantwortlich zu steuern, unterstützt durch eine vertrauensvolle, nicht sanktionierende therapeutische Beziehung. Der zieloffene Ansatz erleichtert zudem die gleichzeitige Behandlung psychischer Begleiterkrankungen. Erste Evaluationen zeigen positive Effekte wie mehr Selbstbestimmung, höhere Zufriedenheit und bessere therapeutische Beziehungen – sowohl bei Patient:innen als auch beim Fachpersonal. Insgesamt bietet das Modell einen praxisnahen, integrativen Ansatz für eine moderne, recoveryorientierte Suchttherapie.
Abstract
Hintergrund und Fragestellung
Das Münsterlinger Modell stellt einen paradigmatischen Wandel in der Suchttherapie dar und eröffnet neue Wege für eine individualisierte, wirksame Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen.
Im Vortrag wird erläutert, wie diese Ansätze konkret umgesetzt werden, wo Stolpersteine liegen und welche unerwarteten Entwicklungen sich gezeigt haben. Ein zentrales Element ist dabei die Förderung von Konsumkompetenz: Patient:innen werden befähigt, ihren Substanzkonsum differenziert zu reflektieren, Risiken besser einzuschätzen und eigenverantwortliche Entscheidungen im Umgang mit Konsum zu treffen. Dies geschieht im Rahmen einer tragfähigen therapeutischen Beziehung sowie durch transparente, nicht sanktionierende Aushandlungsprozesse.
Gleichzeitig eröffnet der zieloffene Ansatz neue Möglichkeiten im Umgang mit Komorbiditäten. Psychische Begleiterkrankungen können unter den Bedingungen reduzierter Restriktionen und erhöhter Beziehungsstabilität frühzeitiger und kontinuierlicher behandelt werden, anstatt hinter abstinenzorientierten Zugangsbedingungen zurückzustehen. Dadurch entsteht ein integrativer Behandlungsrahmen, der der Komplexität vieler Patient:innen besser gerecht wird.
Darüber hinaus werden Ergebnisse einer ersten Evaluationsstudie vorgestellt: Patient:innen berichten von einem stärkeren Gefühl der Selbstbestimmung, höherer Zufriedenheit mit der Therapie und einer verbesserten therapeutischen Beziehung. Auch die Mitarbeitenden erleben eine Erweiterung ihres therapeutischen Spektrums sowie eine gesteigerte Arbeitszufriedenheit.
Der Beitrag gibt praxisnahe Einblicke in die Umsetzung und lädt zur Diskussion ein.
Methoden
Praxisumsetzung.
Ergebnisse
-
Diskussion und Schlussfolgerung
Das Münsterlinger Modell bedeutet in seiner Umsetzung einen grundlegenden Wandel in der Suchttherapie hin zu einer individualisierten, weniger restriktiven Behandlung. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Konsumkompetenz: Patient:innen lernen, ihren Substanzkonsum reflektiert und eigenverantwortlich zu steuern, unterstützt durch eine vertrauensvolle, nicht sanktionierende therapeutische Beziehung. Der zieloffene Ansatz erleichtert zudem die gleichzeitige Behandlung psychischer Begleiterkrankungen. Erste Evaluationen zeigen positive Effekte wie mehr Selbstbestimmung, höhere Zufriedenheit und bessere therapeutische Beziehungen – sowohl bei Patient:innen als auch beim Fachpersonal. Insgesamt bietet das Modell einen praxisnahen, integrativen Ansatz für eine moderne, recoveryorientierte Suchttherapie.
Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
[Bitte Nichtzutreffendes löschen bzw.ergänzen]
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.
Alternativ:
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre die folgenden wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden: