Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress
Problematischer Cannabiskonsum im Kindes- und Jugendalter: Empirische Zusammenhänge zu psychischer Gesundheit und soziodemografischen Merkmalen
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Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache
Die Studie untersucht den Zusammenhang zwischen problematischem Cannabiskonsum und psychischer Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Dafür wurden rund 4000 junge Menschen zu ihrem Cannabiskonsum, ihrer psychischen Gesundheit und sozialen Faktoren befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass problematischer Konsum bereits im Kindes- und Jugendalter mit psychischen Belastungen zusammenhängt. Die Befunde sollen helfen, Prävention und weitere Forschung zu verbessern.
Abstract
Hintergrund und Fragestellung
Der Konsum von Cannabis ist bereits bei Jugendlichen und jungen
Erwachsenen in Deutschland verbreitet. Durch das Cannabisgesetz (CanG)
erfolgte 2024 in Deutschland eine Teillegalisierung der Substanz für
Erwachsene. Mögliche Auswirkungen der Teillegalisierung werden allerdings
nicht nur für Erwachsene, sondern auch bereits für Kinder und Jugendliche
erforscht. Bislang liegen nur wenige Studien vor, in denen Zusammenhänge
zwischen problematischer Nutzung von Cannabis und psychischer
Gesundheit in repräsentativen Stichproben von Kindern und Jugendlichen
untersucht wurden.
Methoden
Es wurden knapp 4000 Kinder und Jugendliche in Deutschland mit
standardisierten Instrumenten zu problematischer Nutzung von Cannabis
und psychischer Gesundheit sowie soziodemografischen Aspekten
untersucht. Die Daten wurden mit Korrelations- und Regressionsanalysen
ausgewertet.
Ergebnisse
Es zeigten sich verschiedene statistisch signifikante Zusammenhänge
zwischen problematischer Nutzung von Cannabis sowie psychischen
Belastungen und soziodemografischen Aspekten bereits im Kindes- und
Jugendalter.
Diskussion und Schlussfolgerung
Die Ergebnisse sprechen für die Bedeutung problematischer Nutzung von
Cannabis für die psychische Gesundheit bereits bei Minderjährigen (auch
unter Berücksichtigung soziodemografischer Aspekte). Die empirischen
Befunde werden in den aktuellen Forschungstand eingeordnet und
hinsichtlich ihrer Implikationen für Praxis und weitere Forschung diskutiert.
Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.
Erklärung zur Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung,
(BMBF), 01GL1745A, Drittmittelprojekt gefördert durch das BMBF