Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress

Problematischer Cannabiskonsum im Kindes- und Jugendalter: Empirische Zusammenhänge zu psychischer Gesundheit und soziodemografischen Merkmalen

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Lutz Wartberg (MSH Medical School), Rainer Thomasius (UKE Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf), Nicolas Arnaud (UKE Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)

Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache

Die Studie untersucht den Zusammenhang zwischen problematischem Cannabiskonsum und psychischer Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Dafür wurden rund 4000 junge Menschen zu ihrem Cannabiskonsum, ihrer psychischen Gesundheit und sozialen Faktoren befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass problematischer Konsum bereits im Kindes- und Jugendalter mit psychischen Belastungen zusammenhängt. Die Befunde sollen helfen, Prävention und weitere Forschung zu verbessern.

Abstract

Hintergrund und Fragestellung
Der Konsum von Cannabis ist bereits bei Jugendlichen und jungen

Erwachsenen in Deutschland verbreitet. Durch das Cannabisgesetz (CanG)

erfolgte 2024 in Deutschland eine Teillegalisierung der Substanz für

Erwachsene. Mögliche Auswirkungen der Teillegalisierung werden allerdings

nicht nur für Erwachsene, sondern auch bereits für Kinder und Jugendliche

erforscht. Bislang liegen nur wenige Studien vor, in denen Zusammenhänge

zwischen problematischer Nutzung von Cannabis und psychischer

Gesundheit in repräsentativen Stichproben von Kindern und Jugendlichen

untersucht wurden.

Methoden
Es wurden knapp 4000 Kinder und Jugendliche in Deutschland mit

standardisierten Instrumenten zu problematischer Nutzung von Cannabis

und psychischer Gesundheit sowie soziodemografischen Aspekten

untersucht. Die Daten wurden mit Korrelations- und Regressionsanalysen

ausgewertet.

Ergebnisse
Es zeigten sich verschiedene statistisch signifikante Zusammenhänge

zwischen problematischer Nutzung von Cannabis sowie psychischen

Belastungen und soziodemografischen Aspekten bereits im Kindes- und

Jugendalter.

Diskussion und Schlussfolgerung
Die Ergebnisse sprechen für die Bedeutung problematischer Nutzung von

Cannabis für die psychische Gesundheit bereits bei Minderjährigen (auch

unter Berücksichtigung soziodemografischer Aspekte). Die empirischen

Befunde werden in den aktuellen Forschungstand eingeordnet und

hinsichtlich ihrer Implikationen für Praxis und weitere Forschung diskutiert.

Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.



Erklärung zur Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung,

(BMBF), 01GL1745A, Drittmittelprojekt gefördert durch das BMBF

Artikel-Details

Zitationsvorschlag

Wartberg, L., Thomasius, R., & Arnaud, N. (2026). Problematischer Cannabiskonsum im Kindes- und Jugendalter: Empirische Zusammenhänge zu psychischer Gesundheit und soziodemografischen Merkmalen. Deutscher Suchtkongress, 3(1). Abgerufen von https://www.journals.infinite-science.de/index.php/dsk/article/view/3075