Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress

Methodische Standards für eine gute und versorgungsrelevante Forschung

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Holger Schulz (Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)

Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache

Der Vortrag erklärt, wie man Forschung und Behandlung besser miteinander verbinden kann. Ziel ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse stärker an dem orientiert werden, was Behandlerinnen und Behandler im Alltag brauchen – und was Hilfesuchenden wirklich etwas bringt.

Abstract

Hintergrund und Fragestellung
Das Paradigma der Evidenzbasierten Medizin (EBM) ist mittlerweile fest etabliert. Für zahlreiche Erkrankungen und besondere Versorgungssituationen liegen evidenzbasierte Leitlinien vor, die den (zumeist) aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zusammenfassen und Empfehlungen für die Versorgung formulieren. Gleichzeitig werden Grenzen der klassischen evidenzbasierten Forschung diskutiert. Insbesondere der starke Fokus auf randomisiert-kontrollierte Studien unter standardisierten und stark selektiven Studienbedingungen wird mit einer begrenzten Übertragbarkeit auf die Versorgungspraxis, stagnierenden Effektivitätsnachweisen sowie einer hohen Zahl von Non-Respondern in Verbindung gebracht (Greenhalgh et al., 2014).

Methoden
Der Vortrag gibt einen narrativen Überblick über methodische Fallstricke sowie Lösungsansätze aus der Versorgungsforschung mit dem Ziel, Kriterien für aussagekräftige und praxisrelevante Forschung herauszuarbeiten.

Ergebnisse
Anhand ausgewählter Studien werden methodische und praktische Barrieren sowie mögliche Lösungsansätze für eine stärkere Versorgungsrelevanz klinischer Forschung dargestellt. Dabei werden unter anderem Aspekte der externen Validität, patientenzentrierter Outcomes und pragmatischer Studiendesigns diskutiert (Wegscheider et al, 2015).

Diskussion und Schlussfolgerung
Der Vortrag diskutiert Wege, wie Forschung und Versorgung besser aufeinander abgestimmt werden können, um wissenschaftliche Evidenz stärker an den Anforderungen der klinischen Praxis und den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten auszurichten.

Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich erkläre, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag

Schulz, H. (2026). Methodische Standards für eine gute und versorgungsrelevante Forschung. Deutscher Suchtkongress, 3(1). Abgerufen von https://www.journals.infinite-science.de/index.php/dsk/article/view/3067