Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress

Evaluation der Dresdner Multimodalen Therapie für Jugendliche mit chronischem Suchtmittelkonsum (DELTA)

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Sören Kuitunen-Paul (TU Chemnitz), Lukas A. Basedow (Phillipps-Universität Marburg), Lisa Dandolo (Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg), Yulia Golub (Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg)

Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache

Im Vortrag wird erklärt, wie gut ein das Therapieangebot Namens "DELTA" für Jugendliche mit Abhängigkeit hilft. Wir haben dafür Jugendliche in der Suchtambulanz und in Jugend-Wohngruppen getestet.

Abstract

Hintergrund und Fragestellung
Die DELTA-Intervention besteht aus 16 wöchentlichen Gruppensitzungen. Sie wurde zur Anwendung im ambulanten psychiatrischen Setting entworfen („DELTA“) und anschließend für die Umsetzung in der vollstationären Jugendhilfe weiterentwickelt („DELTA-JU“). Trotz organisatorischer und inhaltlicher Unterschiede (insb. Rolle der Raucherentwöhnungselemente in die Einzelsitzungen, Elterngruppe statt Betreuendenweiterbildung) weisen beide Varianten große Gemeinsamkeiten in Struktur, Methodik, Material, Durchführung und Zielgruppe auf.

Methoden
Im Vortrag werden Daten aus beiden Studienphasen ab 2017 für N=55 Jugendliche in der Therapiegruppe und N=52 Jugendliche in der Wartekontrollgruppe vorgestellt. Ausgewertet werden Prä-Post-Veränderungen in Maßen für Substanzkonsum, Suchtdruck, kognitive Leistung sowie bezüglich der vorhandenen komorbiden psychischen Störungen.

Ergebnisse
Ziel ist die Evaluation der settingübergreifenden Effekte einer manualisierten Gruppentherapie. Zusätzlich werden Machbarkeitsaspekte analysiert, um bestehende Hürden in der Versorgungspraxis zu identifizieren. Ergänzend fließen Einschätzungen von Sorgeberechtigten bzw. Betreuenden zu den sie betreffenden Unterstützungsangeboten (Elterngruppe, Weiterbildungen für Betreuende) ein.

Diskussion und Schlussfolgerung
Prä-Post-Effektivitätsabschätzungen ermöglichen eine zielgerichtete Beurteilung der Intervention. Die settingübergreifend identifizierten Stärken und Schwächen des Behandlungsangebots können zukünftige Anpassungen der DELTA-Intervention leiten.

Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre die folgenden wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden: SKP, LAB, VR, YG sind Autor:innen des DELTA-Manuals und erhalten hierfür Autorenhonorare des verlegenden Verlags.

Erklärung zur Finanzierung: Sächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst (Fördernummer: 100362999), Roland-Ernst-Stiftung für Gesundheitswesen (Fördernummer: 6/21).

Artikel-Details

Zitationsvorschlag

Kuitunen-Paul, S., Basedow, L. A., Dandolo, L., & Golub, Y. (2026). Evaluation der Dresdner Multimodalen Therapie für Jugendliche mit chronischem Suchtmittelkonsum (DELTA). Deutscher Suchtkongress, 3(1). Abgerufen von https://www.journals.infinite-science.de/index.php/dsk/article/view/3054