Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress

FASD und Intelligenzminderung: Langzeitverläufe und Versorgungsherausforderungen

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Björn Kruse (Behandlungszentrum für psychische Gesundheit bei Entwicklungsstörungen, Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gGmbH)

Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache


  1. Das Problem in einem Satz:


FASD kann auch bei Menschen mit niedriger Intelligenz auftreten.



  1. Ziel des Vortrags:


Ich erzähle, warum das wichtig ist.



  1. Wie mache ich das?


Dafür benutze ich die Erfahrungen aus meiner Arbeit.



  1. Wichtigstes Ergebnis:


Es ist gut zu wissen, wenn ein Patient FASD hat.



  1. Warum ist das wichtig?


Ich kann dem Patienten dann viel besser helfen.


Ich kann seine Probleme dann besser verstehen.

Abstract

Hintergrund und Fragestellung
Im Behandlungszentrum für psychische Gesundheit bei Entwicklungsstörungen werden Menschen mit Intelligenzminderung umfassend betreut. Viele der zur Vorstellung führenden „Verhaltensauffälligkeiten“ lassen sich durch psychiatrische Erkrankungen, eingeschränkte kommunikative Fähigkeiten aufgrund der Intelligenzminderung, Autismus oder sozioemotionale Entwicklungsverzögerungen erklären. Zusätzlich haben jedoch einige Patiente*innen eine FASD. Diese zu diagnostizieren und zu begleiten erfordert besondere Kenntnisse und Methoden.

Methoden
Wir berichten von den Erfahrungen und Ergebnissen aus unserer seit über 10 Jahren bestehenden Sprechstunde für Erwachsene mit FASD. Diese werden eingeordnet in die Behandlungspfade und Diagnostiken, die in unserer Abteilung eingesetzt werden und praktische Implikationen für die Begleitung von Menschen mit Intelligenzminderung und FASD herausgearbeitet.

Ergebnisse
Ein relevanter Anteil unserer Betreuten hat zusätzlich zu einer Intelligenzminderung eine FASD, auch kombiniert mit anderen psychischen Erkrankungen und sozioemotionalen Entwicklungsverzögerungen. Das Vorliegen einer FASD hat relevanten Einfluss auf die erforderlichen Umgangskonzepte und die Begleitung der Patient*innen im Lebensumfeld.

Diskussion und Schlussfolgerung
Das Vorliegen einer FASD sollte bei entsprechenden Hinweisen auch bei Menschen mit Intelligenzminderung abgeklärt und in der Begleitung berücksichtigt werden.

Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag

Kruse, B. (2026). FASD und Intelligenzminderung: Langzeitverläufe und Versorgungsherausforderungen. Deutscher Suchtkongress, 3(1). Abgerufen von https://www.journals.infinite-science.de/index.php/dsk/article/view/3033