Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress

Jugendsuchthilfe-Reha in Namibia - und dann? Nachhaltige Nachsorge bei suchtkranken Jugendlichen nach einer Langzeittherapie in Namibia

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Manuela Scherz (Selbstständig)

Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache

Mangelnd vorhandene und geeignete Nachsorgemaßnahmen für Jugendliche sind ein Problem, weil dadurch eine nachhaltige Wirksamkeit der Langzeittherapie im Ausland gefährdet ist.


Die Auslandsmaßnahme in Namibia bietet für suchtkranke Jugendliche eine wichtige Basis für ein substanzfreies Leben. 


Eine geeignete Nachsorge nach der Reha-Therapie zu finden ist oft Glückssache.


Ein gut geführter Übergang in geeignete Nachsorgemaßnahmen für Jugendliche mit Suchterkrankung könnte helfen die Erfolgsaussichten langfristig zu sichern.


 

Abstract

Hintergrund und Fragestellung
Der abhängigkeitsbedinge Substanzkonsum im Jugendalter stellt einen signifikanten Einschnitt im Leben junger Menschen dar. Dieser hat mitunter lebenslange Einflüsse auf deren sozial-emotionale und neurophysiologische Entwicklung. Intensivpädagogische Auslandsmaßnahmen zeigen nachweislich Wirkung, im Besonderen durch den Aufenthalt fernab der Heimat, wo in einem Kontext von Abgeschiedenheit und Reizarmut persönlichkeitsentwickelnde Ressourcen gefördert werden können. Eine suchtspezifische Langzeit-Reha-Therapie in Namibia für suchtkranke Jugendliche bietet hierfür eine kompetente Basis und stellt Weichen in Richtung eines abstinenten und selbstbestimmten Lebens.



Ausgehend von der Frage einer nachhaltigen Wirksamkeit, ergeben sich weitere Fragen bezüglich einer nachhaltigen Nachsorge, um den Erfolg der Auslandsmaßnahme langfristig zu sichern.

Methoden
• Praxis-Erkenntnisse mit wissenschaftlicher Aufarbeitung innerhalb der Bachelor-Thesis der Autorin



• Entwicklung eines überlappend begleiteten Übergangsmanagements als Mittler zwischen Auslandsmaßnahme und Nachsorgemaßnahme



• Suchtspezifische Ansätze als integraler Bestandteil in eine nachhaltige Nachsorge

Ergebnisse
Die Erfahrung der Praxis zeigt, dass einerseits kein effizientes Übergangsmanagement existiert, andererseits suchtspezifische Anschlussmaßnahmen in Deutschland nur rudimentär vorhanden sind und somit die Erfolgsaussichten beeinträchtigt werden.



Die Kernfrage ist also: Wie kann ein suchtspezifisches qualitativ gesteuertes Übergangsmanagement aussehen?



Für eine Zielerreichung soll ein gangbarer Weg skizziert werden, wie ein geeignetes Übergangsmanagement schrittweise aufgebaut und Nachsorgeangebote suchtspezifischer gestaltet werden können.

Diskussion und Schlussfolgerung
Die nachhaltige Wirksamkeit einer Reha-Langzeittherapie, etwa wie in Namibia, ist von einer qualifizierten suchtspezifischen Nachsorgemaßnahme abhängig, die in ein fachspezifisches Übergangsmanagement eingebettet ist, um langfristig Rückfälle zu minimieren und Jugendlichen eine gelingende (Re-) Integration in die und Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Beide Aspekte bedingen sich gegenseitig und sind somit als solche parallel zu berücksichtigen.

Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich erkläre, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag

Scherz, M. (2026). Jugendsuchthilfe-Reha in Namibia - und dann? Nachhaltige Nachsorge bei suchtkranken Jugendlichen nach einer Langzeittherapie in Namibia. Deutscher Suchtkongress, 3(1). Abgerufen von https://www.journals.infinite-science.de/index.php/dsk/article/view/2965