Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress

Anwendung des KDS in stationären Einrichtungen für Abhängigkeitserkrankte – Umgang mit Basisdokumentation und Katamnese in Mitgliedseinrichtungen des FVS+

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Rudolf Bachmeier (Johannesbad Holding)

Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache

Seit Bestehen gehört die Qualitätssicherung von Behandlungsangeboten für Abhängigkeitserkrankte zu den Hauptaufgaben des Fachverbandes Sucht plus e.V. und seiner Mitgliedseinrichtungen. Besonderer Wert wird dabei auf Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität gelegt. Die Erhebung einer Basisdokumentation sowie die Durchführung von Katamnesen auf Basis des Deutschen Kerndatensatzes bilden wesentliche Grundsteine zur Bewertung der Ergebnisqualität. Der Indikationsbereich Abhängigkeitserkrankungen ist im Rahmen der medizinischen Rehabilitation der einzige Indikationsbereich, der routinemäßig Daten zur Basisdokumentation erfasst und katamnestische Erhebungen durchführt und damit Aussagen über die nachhaltige Wirksamkeit der Behandlung ausweisen kann.

Abstract

Hintergrund und Fragestellung
Seit Bestehen gehört die Qualitätssicherung von Behandlungsangeboten für Abhängigkeitserkrankte zu den Hauptaufgaben des Fachverbandes Sucht plus e.V. und seiner Mitgliedseinrichtungen. Besonderer Wert wird dabei auf Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität gelegt. Die Erhebung einer Basisdokumentation sowie die Durchführung von Katamnesen auf Basis des Deutschen Kerndatensatzes bilden wesentliche Grundsteine zur Bewertung der Ergebnisqualität.

Methoden
Es werden Basisdokumentations- und Katamnesedaten aus den Veröffentlichungen des Fachverbandes Sucht plus aus dem Entlassjahrgang 2020 dargestellt. Die Daten stammen aus Mitgliedseinrichtungen des Fachverbandes Sucht plus. Die Daten der Basisdokumentation wurden gemäß den Vorgaben des Deutschen Kerndatensatzes während der Behandlung erhoben. Die Katamnesen (Ein-Jahres-Katamnesen) wurden jeweils als Totalerhebung durchgeführt und orientieren sich an den Standards zur Durchführung von Katamnesen der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie.

Ergebnisse
Für den Entlassjahrgang 2020 werden Ergebnisse von Fachkliniken für Alkohol- und Medikamentenabhängige mit N = 6.240, für stationäre Drogenrehabilitation mit N = 1.041, für Adaptionsbehandlungen mit N = 285, für die ganztägig ambulante Rehabilitation mit N = 143 und für die ambulante Rehabilitation Alkohol- und Medikamentenabhängiger mit N = 165 dargestellt. Die jeweiligen katamnestischen Erfolgsquoten für die Stichprobe der planmäßig entlassenen Antworter (DGSS 1) und für die Gesamtstichprobe (DGSS 4) werden dargestellt und interpretiert.

Diskussion und Schlussfolgerung
Der Indikationsbereich Abhängigkeitserkrankungen ist im Rahmen der medizinischen Rehabilitation der einzige Indikationsbereich, der routinemäßig Daten zur Basisdokumentation erfasst und katamnestische Erhebungen durchführt und damit Aussagen über die nachhaltige Wirksamkeit der Behandlung ausweisen kann.

Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
[Bitte Nichtzutreffendes löschen bzw. ergänzen]















Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag

Bachmeier, R. (2026). Anwendung des KDS in stationären Einrichtungen für Abhängigkeitserkrankte – Umgang mit Basisdokumentation und Katamnese in Mitgliedseinrichtungen des FVS+. Deutscher Suchtkongress, 3(1). Abgerufen von https://www.journals.infinite-science.de/index.php/dsk/article/view/2963