Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress
Verbreitung und Veränderung des Alkoholkonsums unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland: Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie
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Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache
Alkohol-Konsum ist für junge Menschen ungesund. Deshalb wollten wir in dieser Studie herausfinden, ob sich der Alkohol-Konsum junger Menschen verändert hat. Dafür führten wir seit vielen Jahren immer wieder Umfragen durch. Wir fanden heraus, dass männliche und weibliche Jugendliche und junge Männer sich heute noch genauso oft betrinken wie vor zehn Jahren. Nur bei jungen Frauen ist es etwas besser geworden. Die Ergebnisse zeigen wie wichtig es ist, etwas zu tun damit junge Menschen weniger Alkohol trinken.
Abstract
Hintergrund und Fragestellung
Die Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit wird seit 1973 im Abstand von zwei bis vier Jahren durchgeführt. Die Studie untersucht unter anderem Veränderungen im Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland. Dies ermöglicht, Handlungsbedarfe zu erkennen und Maßnahmen der Alkoholprävention zu planen, zu steuern und zu bewerten.
Methoden
Für die letzte Erhebung im Jahr 2025 wurde eine Zufallsstichprobe von 7.001 Jugendlichen und jungen Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren mit computergestützten Telefoninterviews (CATI) befragt. Unter Einbezug der vorherigen Erhebungen wurden zeitliche Trends in der Verbreitung des Alkoholkonsums und des Rauschtrinkens sowie der Konsummengen Jugendlicher und junger Erwachsener geschlechtsspezifisch berechnet und dargestellt.
Ergebnisse
Die Verbreitung des Rauschtrinkens veränderte sich in den letzten 10 Jahren unter 12- bis 17-jährigen männlichen (2015: 16,1 %; 2025: 14,8 %) und weiblichen Jugendlichen (2015: 12,1 %; 2025: 14,7 %) sowie 18- bis 25-jährigen jungen Männern (2015: 44,6 %; 2025: 45,8 %) kaum. Bei 18- bis 25-jährigen jungen Frauen deutet sich jedoch ein Rückgang an (2015: 31,4 %; 2025: 26,1 %). Bezüglich der konsumierten Alkoholmengen ist geplant, Trends auf Grundlage des 2024 von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung neu vorgeschlagenen Schwellenwerts für risikoarmen Alkoholkonsum zu berechnen.
Diskussion und Schlussfolgerung
Unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland ist aus gesundheitlicher Sicht die Verbreitung des Rauschtrinkens nach wie vor zu hoch. Es ist weiterhin notwendig, dem mit geeigneten Maßnahmen präventiv zu begegnen.
Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.