Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress
Determinanten von Engagement und Retention bei dezentralen Präventionsstudien in der Jugendhilfe: Eine explorative Analyse im Projekt CANjuStop
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Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache
Jugendliche in Wohngruppen sind schwer für Studien zu erreichen. In dieser Studie wollten wir herausfinden, wie gut man sie für Befragungen gewinnen kann, wer aus Studien aussteigt und warum.
Wir befragten Jugendliche während des CANJuStop Projekts mehrmals online und betrachteten persönliche und Umgebungsfaktoren, die einen Ausstieg beeinflussen könnten.
Die Ergebnisse liegen zum Zeitpunkt der Einreichung noch nicht vor.
Die Ergebnisse können helfen, besser zu verstehen, wie man solche Zielgruppen erreicht und das für zukünftige Studien nutzen. Dieses Verständnis ist wichtig, um die Aussagekraft von praxisnahen Studien zu verbessern.
Abstract
Hintergrund und Fragestellung
Jugendliche in Jugendwohngruppen gelten als schwer erreichbare Zielgruppe für Präventions- und Interventionsforschung, insbesondere aufgrund starker psychosozialer Belastung und häufiger Fluktuation auf Seiten der Jugendlichen. Die Erhebung longitudinaler Daten ist in diesem Setting entsprechend herausfordernd und geht häufig mit systematischen Teilnahmeausfällen einher. Dezentrale, durch Wohngruppenmitarbeitende vor Ort umgesetzte und online begleitete Ansätze stellen eine vielversprechende Möglichkeit dar, Datenerhebung unter Realbedingungen zu ermöglichen. Gleichzeitig bleiben methodische Herausforderungen bestehen, insbesondere hinsichtlich der Drop-out Rate und einer potenziell eingeschränkten Datenqualität.
Methoden
Im Rahmen des durch das BMG geförderten CANJuStop (CJS) Präventionsprojektes wurden Jugendlichen Kompetenzen zur Einschränkung des riskanten Cannabiskonsums vermittelt. Die Durchführung der Präventionseinheiten erfolgte durch geschulte Mitarbeitende vor Ort, befragt wurden die Jugendlichen online zu drei Messzeitpunkten (Prä, Post, Follow-up). Zur Untersuchung von Erreichbarkeit, Drop-out und Datenqualität werden individuelle Merkmale (Alter, Geschlecht, psychosoziale Belastung, Substanzkonsum, Zufriedenheit mit der Wohnsituation) sowie wohngruppenbezogene Faktoren (Wohngruppengröße, CJS-Gruppengröße, Rücklaufquoten) analysiert. Zusätzlich werden prozessbezogene Indikatoren wie Antwortlatenz und Bearbeitungsdauer als potenzielle Marker unterschiedlicher Erreichbarkeit berücksichtigt.
Ergebnisse
Die Ergebnisse liegen zum Zeitpunkt der Einreichung noch nicht vor.
Diskussion und Schlussfolgerung
Die Ergebnisse können bisherige Befunde zum Befragungsverhalten um eine differenzierte Betrachtung selektiver Teilnahmeprozesse in schwer erreichbaren Zielgruppen erweitern. Ein besseres Verständnis dieser Mechanismen ist zentral, um zukünftige Studien methodisch robuster zu gestalten, systematische Ausfälle zu reduzieren und die Aussagekraft praxisnaher Präventionsstudien zu verbessern.
Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten. Christiane Baldus erhält im geringen Rahmen Autorinnenvergütungen aus dem Verkauf des CAN Stop-Manuals, das die Basis für CANJuStop bot.