Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress

Übertragbare Erfolgskriterien für die Netzwerkpflege eines bundesweiten Präventionsprogramms am Beispiel von „Cannabis – quo vadis?“

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Kim Feldheim (Villa Schöpflin gGmbH)

Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache

Die Vorbeugung von Cannabissucht muss sich an aktuellen Informationen orientieren, um von der Zielgruppe angenommen zu werden.


In diesem Vortrag wird ein solches Programm vorgestellt, das in ganz Deutschland umgesetzt wird.


Die erfolgreiche Umsetzung gelingt durch einen engen Austausch mit allen Beteiligten.


Hierzu stellen wir ein Konzept vor, das die bundesweite Verbreitung erklärt.


Durch die Einbindung aller Beteiligten wird die Zufriedenheit der Zielgruppe erhöht.


Diese Ergebnisse können helfen, Programme erfolgreich und langlebig zu gestalten.

Abstract

Hintergrund und Fragestellung
Eine kontinuierliche und verlässliche Netzwerkpflege fördert die Kontinuität eines Präventionsprogramms. Ein Beispiel für ein bundesweit etabliertes Präventionsprogramm, in welchem die Netzwerkpflege partizipativ gestaltet wird, ist „Cannabis – quo vadis?“. Es handelt sich um einen interaktiven Schulklassenworkshop für die Klassenstufe 8 und höher, welcher von qualifizierten Fachkräften umgesetzt wird und extern evaluiert wurde [1]. Der Workshop zielt darauf ab, der Zielgruppe wissenschaftsbasierte Informationen zum Thema Cannabis zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, informierte Entscheidungen bezüglich des eigenen Konsums treffen zu können [2]. Durch die verschiedenen Methoden des Workshops werden Schutzfaktoren gesteigert und Risikofaktoren abgemildert.

Methoden
Entwickelt wurde das Präventionsprogramm vor über zwei Jahrzehnten von einer trinationalen Arbeitsgruppe im Dreiländereck bei Lörrach. Der Transfer des Programms wird von der Villa Schöpflin gGmbH anhand eines Train-the-Trainer-Konzepts organisiert. Die Villa Schöpflin gGmbH bildet Trainerinnen und Trainer aus, die wiederum in ihrer Region eigenständig Moderatorinnen und Moderatoren zur Durchführung befähigen.

Ergebnisse
Mit Hilfe des Train-the-Trainer-Konzeptes kann das Netzwerk an qualifizierten Fachkräften für „Cannabis – quo vadis?“ schnell und effektiv erweitert und der Workshop flächendeckend implementiert werden. Die bundesweiten Daten zur Umsetzung des Programms verdeutlichen diesen Erfolg. Durch den engen Einbezug des Netzwerks kann auf sich stetig verändernde Bedarfe eingegangen werden, was die Akzeptanz und Zufriedenheit des Workshops bei den Fachkräften und der Zielgruppe fördert.

Diskussion und Schlussfolgerung
Der Beitrag erlaubt den Zuhörenden einen Einblick in die Historie, die Struktur und Pflege des bundesweiten Netzwerkes von „Cannabis – quo vadis?“. Daraus können übertragbare Erfolgskriterien der Netzwerkpflege und auch der Cannabisprävention bei Kindern und Jugendlichen gezogen und anschließend diskutiert werden.

Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.



Erklärung zur Finanzierung: Das Programm wird gefördert durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

Artikel-Details

Zitationsvorschlag

Feldheim, K. (2026). Übertragbare Erfolgskriterien für die Netzwerkpflege eines bundesweiten Präventionsprogramms am Beispiel von „Cannabis – quo vadis?“. Deutscher Suchtkongress, 3(1). Abgerufen von https://www.journals.infinite-science.de/index.php/dsk/article/view/2894