Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress

Gemeinsam mehr erreichen: Vernetzung von glücksspielbezogener Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe

Hauptsächlicher Artikelinhalt

Anne Maiwald (IFT Institut für Therapieforschung), Larissa Schwarzkopf (IFT Institut für Therapieforschung), Pauline Walz (IFT Institut für Therapieforschung)

Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache

Die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe spielt eine wichtige Rolle in der Unterstützung von Menschen mit Glücksspielproblemen. Beide Hilfesysteme leisten wertvolle Beiträge, unterscheiden sich jedoch in ihren Zugängen, Angeboten und Strukturen. Mit dieser Studie möchten wir herausfinden, wie die Zusammenarbeit für beide Seiten gewinnbringend gestaltet werden kann. Dabei ist die Perspektive von Menschen mit Glücksspielproblemen, die Erfahrungen mit beiden Hilfesystemen haben, besonders wichtig.
Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe gezielt weiterzuentwickeln und zu stärken.

Abstract

Hintergrund und Fragestellung
Selbsthilfeangebote sowie professionelle Suchthilfe stellen jeweils eigenständige und komplementäre Versorgungsstrukturen in der Unterstützung von Personen mit Glücksspielproblemen dar. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Zugangswege und Vorgehensweisen ist davon auszugehen, dass eine koordinierte und kooperative Zusammenarbeit beider Systeme einen deutlichen Mehrwert für eine bedarfsorientierte Versorgung der Betroffenen schaffen kann. Zentrale Ziele der Studie sind a) einen Überblick zu schaffen, inwiefern Selbsthilfe und berufliche Suchthilfe bereits zusammenarbeiten und b) wie eine betroffenenorientierte Zusammenarbeit gefördert und gestaltet werden kann.

Methoden
Von Mai bis August 2026 werden Personen aus der Selbsthilfe, der professionellen Suchthilfe und von Selbsthilfekontaktstellen mit einem quantitativen Survey einmalig befragt. Hierzu wurde ein standardisierter Fragebogen innerhalb der Landesstelle für Glücksspielsucht in Bayern (LSG) entwickelt und mit Vertretungspersonen aus der Selbsthilfe inhaltlich abgestimmt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erfahrungen der Teilnehmenden mit der Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe, sowie förderliche und hinderliche Faktoren, Entwicklungspotenziale und Einstellungen zur Selbsthilfe. Daten werden deskriptiv ausgewertet.

Ergebnisse
Erste Ergebnisse der Befragung werden vorgestellt, wobei insbesondere Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Sicht von Vertretungspersonen aus der professionellen Suchthilfe und der Selbsthilfe adressiert werden sollen.

Diskussion und Schlussfolgerung
Die Ergebnisse helfen annahmegemäß dabei, besser zu verstehen, wie die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe gewinnbringend weiterentwickelt werden kann.

Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.

Artikel-Details

Zitationsvorschlag

Maiwald, A., Schwarzkopf, L., & Walz, P. (2026). Gemeinsam mehr erreichen: Vernetzung von glücksspielbezogener Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe . Deutscher Suchtkongress, 3(1). Abgerufen von https://www.journals.infinite-science.de/index.php/dsk/article/view/2833