Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress
FASD erkennen im Erwachsenenalter: Methoden und Ergebnisse zum Screening
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Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache
Die Diagnose Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) ist für eine gute Behandlung wichtig. Oft wird die Diagnose nicht erkannt. Das Screeninginterview BSI-FASD soll helfen, FASD zu erkennen, damit alle die Behandlung bekommen, die sie brauchen.
Abstract
Hintergrund und Fragestellung
Die Effekte einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) zeigen sich in multiplen Disziplinen der Versorgung: medizinisch, psychologisch, soziotherapeutisch. Ein Nicht-Erkennen der Diagnose kann zu Fehlbehandlungen führen.
Dem entgegenwirkend stehen Screeningmethoden, die in diesem Überblicksvortrag vorgestellt werden sollen.
Methoden
Dazu wurde das Screeninginstrument BSI-FASD evaluiert (Schwerg et al., 2019; Widder et al. 2021), überarbeitet und eine praktische Anwendung erarbeitet (Schwerg, L. & Widder-König, M., 2026.).
Ergebnisse
Die Studien belegen eine hohe diagnostische Genauigkeit mit
einer Sensitivität bis zu 88% und einer Spezifität zwischen 70% gegenüber Suchterkrankungen und 100% gegenüber Kontrollpersonen, die erarbeitete Anleitung ermöglicht eine ökonomische und themensensible Durchführung des Screenings.
Diskussion und Schlussfolgerung
Somit stellt das BSI-FASD ein Instrument dar, mit dem Erwachsene mit möglicher FASD schnell identifiziert, künftige diagnostische Abklärungen erleichtert und zielgerichtete Behandlungen frühzeitiger eingeleitet werden können.
Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.