Deutscher Suchtkongress
Bd. 3 Nr. 1 (2026): Deutscher Suchtkongress
Analyse der Medienberichterstattung zur offenen Drogenszene / Crack -Konsument*innen in Köln
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Kurzzusammenfassung in leicht verständlicher Sprache
In vielen Drogenszenen ist Crack eine sehr verbreitete Droge. Es kommt häufig zu Konflikten mit Anwohner*innen, Geschäftsleuten oder anderen Menschen,
Häufig berichten Zeitungen und andere Medien über diese Konflikte. Im Rahmen des Vortrages werde die Ergebnisse einer Analyse der Medienberichterstattung über eine Drogenszene in Köln vorgestellt.
Häufig tauchen in der Berichterstattung negative und stigmatisierende Beschreibungen von Menschen auf, die Crack konsumieren und Teil der offenen Drogenszene sind.
Abstract
Hintergrund und Fragestellung
Menschen, die Crack konsumieren befinden sich häufig in prekären Lebenssituationen. Neben polyvalenten Substanzgebrauch ist ein schlechter körperlicher Allgemeinzustand und Obdachlosigkeit stark verbreitet [1] [2].
Das Auftreten von Crack-Kokain in offenen Drogenszenengeht mit deutlichen Konflikten im öffentlichen Raum einher. Diese Konfliktlinien sind Teil der Medienberichterstattung über Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in offenen Drogenszenen haben. Die Frage ist, wie über diese Konfliktlinien berichtet wird und inwiefern eine stigmatisierende Berichterstattung über Crack-Konsument*innen etabliert ist.
Methoden
Es wurden über die wissenschaftliche Datenbank WISO die Medienberichterstattung von drei Kölner Tageszeitungen über die offene Drogenszene am Kölner Neumarkt von 2016-2026 zusammengefasst. Insgesamt konnten 358 Medienberichte identifiziert werden. Das Material wurde anschließend inhaltsanalytisch ausgewertet.
Ergebnisse
Es werden die Ergebnisse einer Inhaltsanalyse der Medienberichterstattung in Köln vorgestellt. Der Fokus liegt hierbei um die in den Texten identifizierten Themenfelder, die im Zusammenhang mit den Folgen der Drogenszene stehen, sowie stigmatisierende Zuschreibungen von Crack-Konsument*innen.
Diskussion und Schlussfolgerung
Die Konflikte um offene Drogenszenen gehen mit einer Diskussion über die Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum einher. Ein Teil der Berichterstattung hat einen stigmatisierenden Charakter.
Interessenskonflikte sowie Erklärung zur Finanzierung
Ich bzw. die Koautorinnen und Koautoren erklären, dass während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen Vorteile oder persönlichen Verbindungen bestanden, die die Arbeit zum eingereichten Abstract beeinflusst haben könnten.